Auf immer größere Resonanz stößt im Eichsfeld das Caritas-Jugendprojekt BOB, das junge Fahrer dazu animieren will, sich nüchtern hinters Lenkrad zu setzen. Sportvereine, Regel- und Berufsschulen sowie die Gastronomen der Region sollen für einen langfristigen Erfolg ins Boot geholt werden, so die Anregungen im Jugendhilfeausschuss.

Unfälle, verursacht durch Fahrer, die unter Alkoholeinfluss stehen, sind im Bereich der Polizeiinspektion Eichsfeld keine Seltenheit. Ein Grund mehr, den Nachwuchs am Lenkrad sensibel für die Gefahren und die eigene Verantwortung zu machen. Dass der Fahrer zum gelben BOB-Schlüsselanhänger statt zum Glas greift, das ist Ziel des Projektes.

Gespannt darauf, ob die Aktion, die Stefanie Löffelholz und Nick Groß an den Start brachten, schon Erfolge zeigt, waren am Dienstag die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. Nachdem die beiden das Präventionsangebot vorgestellt hatten, sprudelten im Kreistagsgremium nur so die Ideen, wie das Projekt weiter vorangetrieben werden kann, langfristig wirkt und nicht zu einer Eintagsfliege verkommt. So schlug Olaf Eberhardt vor, in den Sportvereinen, “wo nach Training oder Spiel gern mal ein Bierchen getrunken wird”, für BOB zu werben. Aufmerksam auf das Thema machen will zudem die Arbeitsagentur Berufsanfänger sowie deren Eltern. Und Schulamtsleiter Bernd-Uwe Althaus möchte die Regelschulen ins Boot holen. Als er Dienstag erfuhr, dass Versuche, die Mitglieder des Wirtestammtisches als Ansprechpartner zu gewinnen, bislang scheiterten, sicherte er zu, einen Kontakt herzustellen. “Auch für Gastronomen muss BOB cool sein”, meinte die stellvertretende Landrätin, Martina Gatzemeier, die wie Petra Welitschkin nicht möchte, dass die Aktion ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, und davon ausgeht, dass Verantwortung und Image bei den Wirten eng miteinander verknüpft sind.

Mittlerweile zeigt BOB auch Außenwirkung. Wie Steffi Löffelholz berichtete, sollen die Eichsfelder den Göttingern Pate für ebensolches Programm sein.

Quelle: thueringer-allgemeine.de