Rostocker Bündnis plant „1. Mai nazifrei – Vielfalt statt NPD“
veröffentlicht in 1.Mai, Antifaschismus am 31. März 2010
Das demokratische Rostocker Bündnis „Schöner leben ohne Naziläden“ hat eine gemeinsame Initiative gegen die geplante Demonstration der NPD am 1. Mai in Rostock beraten. Die Kundgebung rechtsextremer Gruppierungen ist unter dem Motto „Freiheit statt BRD“ angekündigt. Die Antwort aller demokratischen Akteure laute „Vielfalt statt NPD!“ und soll einhergehen mit Veranstaltungen im Rostocker Nordwesten.
Konsens herrschte bei den Anwesenden darüber, dass ein rechtsextremer Aufmarsch am 1. Mai nicht ohne friedliche demokratische Antwort bleiben dürfe. „Schon im `Dritten Reich´ haben Nazis den 1. Mai für ihre menschenverachtende Ideologie missbraucht. Derzeit starten die neuen Nazis erneut einen Angriff auf unsere demokratische Gesellschaft. Das werden wir nicht akzeptieren. Mit vereinten Kräften soll am 1. Mai im Rostocker Nordwesten ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gesetzt werden“, so ein Sprecher des Bündnisses.
Jüngste Protestaktionen gegen Naziaufmärsche in Jena, Köln, Berlin, Dresden und am vergangenen Wochenende in Lübeck hätten gezeigt, wie rechtsextreme Demonstrationen mit friedlichen Mitteln blockiert und verhindert werden können. Derzeit werde diskutiert, ob ein solches Vorhaben auch in Rostock möglich sei.
Gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern der von dem geplanten Naziaufmarsch betroffenen Stadtteile will das Bündnis nun das weitere Vorgehen planen, um am 1. Mai ein gemeinsames Zeichen für „Vielfalt statt NPD“ setzen zu können. Das nächste Bündnistreffen zur Vorbereitung des „1. Mai nazifrei – Vielfalt statt NPD“ findet in der Woche nach Ostern im Rostocker Nordwesten statt.
Anwesend waren beim Bündnistreffen neben Vertreterinnen und Vertretern des örtlich zuständigen Ortsamtes und Ortsbeirates, weiterer Ortsbeiräte und aller demokratischer Parteien und deren Jugendorganisationen auch die „DGB-Jugend“, verschiedene Kulturträger und -schaffende, zahlreiche antifaschistische Initiativen und Vereine und interessierte Einwohnerinnen und Einwohner.
Ab 2006 hatte das breite demokratische Bündnis “Schöner leben ohne Naziläden” in Rostock zahlreiche Demonstrationen, Mahnwachen und kulturelle Veranstaltungen gegen ein rechtsextremes Bekleidungsgeschäft und NPD-Bürgerbüro in einem alternativen Rostocker Stadtteil organisiert.
Quelle: Verfasst von Julian Barlen für endstation-rechts.de




















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