30 Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg blockieren seit 11Uhr die Dömitzer Brücke / Bundesstraße 191. Anlass sind die Pläne der Bundesregierung aus Gorleben ein Atommmüllendlager zu machen. Gestern hatte das Bundesamt für Strahlenschutz die Genehmigung für den Weiterbau beantragt.

Mit 30 Traktoren hat die Bäuerliche Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg die Dömitzer Brücke blockiert, der Verkehr auf der B191 ist damit völlig zum Erliegen gekommen.

Mit dieser Protestaktion haben die Bäuerinnen und Bauern auf den Antrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) auf eine Verlängerung des Betriebsplanes aus dem Jahr 1983 reagiert, mit dem das Bergwerk in Gorleben weiter erkundet werden soll. Dieser bereits 30 Jahre alte Betriebsplan soll nun “nach einer Festlegung des Bundesumweltministeriums” für weitere zehn Jahre gelten. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit sieht er, anders als ein atomrechtliches Verfahren, nicht vor. “Mit diesem Verfahrenstrick will das Bundesumweltministerium die Recht der Bevölkerung aushebeln”, so die Notgemeinschaft, “und unter dem Deckmantel der Erkundung im Salzstock ein Atommülllager einrichten.”

Auf der Brücke wollen die Bäuerinnen und Bauern so lange wie möglich bleiben, weitere Protestaktionen sind angekündigt. Sie fordern die Stilllegung aller Atomkraftwerke und ein neues Verfahren zur Suche eines geeigneten Lagers für Atommüll, das eine ständige Kontrolle und jederzeitige Rückholbarkeit des Atommülls garantiert. Ein Atommüll-Endlager im Gorlebener Salzstock werde sie nicht hinnehmen, so die Notgemeinschaft, der sei erwiesenermassen dafür völlig ungeeignet.

Ansprechpartnerin: Claudia Sültemeyer, 0172-421 76 16

http://www.baeuerliche-notgemeinschaft.de/