Zu wenig Polizisten am 1. Mai in Berlin? Verwaltung dementiert
veröffentlicht in 1.Mai, Gewalt am 12. April 2010
Berlin könnte vor den gewalttätigsten Mai-Demonstrationen seiner Geschichte stehen. Neben linken Demonstranten werden in diesem Jahr auch zahlreiche Rechtsextremisten erwartet. Hinzu kommt, dass offenbar noch 2.000 Polizisten fehlen. Einige Bundesländer benötigen ihre Beamten selbst. Auch Mecklenburg-Vorpommern wird nach derzeitigem Stand keine Polizisten entsenden.
Für den 1. Mai sind in Berlin laut „Welt-Online“ 30 Demonstrationen angemeldet worden – so viele wie nie zuvor. So wollen außer den Linken, auch rechtsextreme Gruppen in Berlin marschieren. Vor allem die Autonomen Nationalisten würden den Verantwortlichen im Senat und der Polizeiführung Sorgen bereiten. Seit Wochen schon sollen sie ihre Anhänger nach Berlin mobilisieren. Sie gelten dem Verfassungsschutz zufolge als „ähnlich gewaltbereit und aggressiv wie die militante Linke“.
Ein weiteres Problem: Medien berichten, dass der Berliner Polizei für den 1. Mai bis zu 2.000 Beamte fehlen könnten. So will die Nachrichtenagentur „dpa“ erfahren haben, dass die Innenminsterien einiger Bundesländer in diesem Jahr keine Beamten zur Unterstützung entsenden können. Der Grund dafür sind zahlreiche Großveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet.
Wie ENDSTATION RECHTS. von der Pressesprecherin des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, Marion Schlender, erfuhr, werden „nach derzeitigem Stand“ auch aus M-V keine Kräfte nach Berlin entsandt. Begründet wird dies unter anderem mit der von der NPD angemeldeten Demonstration am 1. Mai in Rostock.
Die Berichte über einen personellen Notstand bei den Sicherheitskräften in Berlin, dementierte die Sprecherin der Senatsinnenverwaltung, Nicola Rothermel, gegenüber „Welt-Online“. Man werde in jedem Fall am 1. Mai ausreichend Kräfte zur Verfügung haben. In den vergangenen Jahren waren in Berlin zwischen 6.000 und 6.500 Beamte im Einsatz, ein Drittel von ihnen kam aus anderen Bundesländern.
Quelle: Verfasst von Robert Scholz für endstation-rechts.de




















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